Erfahren Sie, wie sich variable Stromtarife unterscheiden, wie die Kosten berechnet werden und welche Vorteile flexible Stromverträge für Verbraucher bieten.
Variable Stromverträge (auch dynamische Tarife genannt) passen den Strompreis stündlich oder täglich an die aktuellen Marktpreise an, z. B. den Spotmarkt der EPEX SPOT. Verbraucher profitieren, wenn sie Strom flexibel nutzen und Lasten auf günstige Zeitfenster verschieben.
Im Gegensatz zu festen Tarifen reagieren variable Stromtarife direkt auf Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt. Sie ermöglichen Einsparungen, insbesondere wenn flexible Verbraucher ihre Nutzung gezielt auf Zeiten niedriger Preise legen.
Strom kann gezielt zu günstigen Zeiten genutzt werden, z. B. nachts oder bei hoher erneuerbarer Stromproduktion.
Verbraucher sehen aktuelle Preise und können ihr Verhalten daran anpassen.
Lastverschiebung auf Stunden hoher erneuerbarer Energie reduziert CO₂-Emissionen.
Angenommen, ein Haushalt verbraucht 3.500 kWh Strom pro Jahr:
| Tarif | Preis/kWh | Jahresverbrauch (3.500 kWh) | Jahreskosten |
|---|---|---|---|
| Fester Tarif | 0,30 € | 3.500 kWh | 1.050 € |
| Variabler Tarif (Durchschnitt 0,25 €) | 0,25 € | 3.500 kWh | 875 € |
| Variabler Tarif mit Lastverschiebung | 0,22 € | 3.500 kWh | 770 € |
Wie man sieht, kann ein flexibler Stromtarif bei angepasstem Verbrauch erhebliche Einsparungen bringen. Besonders Haushalte mit Elektroautos, Wärmepumpen oder Batteriespeichern profitieren von der gezielten Steuerung.
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem zunehmenden Anteil von Echtzeitdaten werden variable Stromtarife für Haushalte immer attraktiver. Verbraucher, die flexibel reagieren, können nicht nur Kosten sparen, sondern auch aktiv zur Energiewende beitragen.